{"id":210,"date":"2020-11-22T17:23:09","date_gmt":"2020-11-22T17:23:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dieginsburg.de\/?page_id=210"},"modified":"2025-11-26T07:29:13","modified_gmt":"2025-11-26T07:29:13","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ginsburg.info\/?page_id=210","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Ursprung des GINsburg GIN<\/strong><\/p>\n<p><strong><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2199\" src=\"https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/271844037_429804865598692_3071951077261005632_n-300x160.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"160\" srcset=\"https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/271844037_429804865598692_3071951077261005632_n-300x160.jpg 300w, https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/271844037_429804865598692_3071951077261005632_n-1024x546.jpg 1024w, https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/271844037_429804865598692_3071951077261005632_n-768x409.jpg 768w, https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/271844037_429804865598692_3071951077261005632_n-1536x819.jpg 1536w, https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/271844037_429804865598692_3071951077261005632_n-350x187.jpg 350w, https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/271844037_429804865598692_3071951077261005632_n.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>Die Errichtung der H\u00f6henburg wird dem Grafen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_II._(Nassau)\">Heinrich\u00a0II. von Nassau<\/a> zugeschrieben. Vermutlich veranlasste er jedoch lediglich den weiteren Ausbau einer bereits vorhandenen Burganlage. Die Arbeiten dazu werden auf die Jahre zwischen 1220 und 1240 gesch\u00e4tzt \u2013\u00a0auf die Zeit der Dernbacher Fehde.<\/p>\n<p>Durch Bodenfunde sind Reste eines vermutlich eisenzeitlichen Ringwalls nachgewiesen, auf dem sich die Mauerreste eines Vorg\u00e4ngerbaus aus dem 11. oder 12.\u00a0Jahrhundert befinden. Dabei handelt es sich um das Fundament einer viereckigen Turmburg mit Wohn- und Wehrcharakter, die nicht dem Haus Nassau, sondern dem konkurrierenden kurk\u00f6lnischen Machtbereich zugeordnet werden kann oder die unter s\u00e4chsisch-westf\u00e4lischer Herrschaft stand und gegen das Siegener Land gerichtet war. Als deren Erbauer kommen die schon 1144 urkundlich genannten Herren von Wegebach in Betracht<\/p>\n<p><strong>13. bis 15. Jahrhundert, die Burg als Gerichtssitz<br \/>\n<\/strong>Die im 13.\u00a0Jahrhundert auf den \u00e4lteren Fundamenten errichtete Burg diente auch dem Haus Nassau als Grenzfeste zur Sicherung ihres Territoriums gegen die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wittgensteiner_Land#Entstehung_der_Grafschaft_Wittgenstein\">Grafen von Wittgenstein<\/a> und kurk\u00f6lnische Besitzungen im Sauerland. Sie wurde mit ziemlicher Sicherheit unter dem Namen <em>nowum castrum<\/em> (\u201eNeue Burg\u201c) in einer <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Urkunde\">Urkunde<\/a> vom 16.\u00a0Dezember 1255 erstmals erw\u00e4hnt, als die S\u00f6hne von Heinrich\u00a0II., die Grafen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_I._(Nassau)\">Otto<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walram_II._(Nassau)\">Walram von Nassau<\/a>, das Erbe Heinrichs unter sich aufteilten, darunter das umliegende Land und die Burg. Die Bezeichnung der Burg als \u201eneu\u201c wird in diesem Zusammenhang nicht als neu erbaut, sondern als neu erworben interpretiert.<\/p>\n<p>Eine weitere Urkunde vom 27.\u00a0April 1292 dokumentiert die Verpf\u00e4ndung der Ginsburg durch den aus der walramischen Linie stammenden Grafen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adolf_von_Nassau\">Adolf von Nassau<\/a> an den K\u00f6lner Erzbischof Siegfried von Westerburg. Graf Adolf verpf\u00e4ndete sie zusammen mit seinen anderen Burgen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Burg_Nassau\">Nassau<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oberes_Schloss_(Siegen)\">Siegen<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dillenburg\">Dillenburg<\/a>, um bei der im selben Jahr stattfindenden Wahl zum r\u00f6misch-deutschen K\u00f6nig die Stimme des Erzbischofs zu erhalten. In dieser Urkunde wird erstmals der heute gel\u00e4ufige Name \u201eGinsberg\u201c erw\u00e4hnt. Bei einer folgenden nassauischen Erbteilung im Jahr 1303 ging die Ginsburg in den Besitz des Grafen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_III._(Nassau-Siegen)\">Heinrich von Nassau-Siegen<\/a> \u00fcber. Eine Urkunde vom 13.\u00a0Februar 1345, mit der einer der beiden S\u00f6hne Heinrichs\u00a0III., Graf <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_II._(Nassau)\">Otto\u00a0II. von Nassau<\/a>, die H\u00e4lfte der \u201eburch zume Gensberghe\u201c an den Erzbischof Walram von J\u00fclich verkaufte, beschreibt erstmals die bauliche Beschaffenheit der Anlage. Ihr Text erw\u00e4hnt mehrere T\u00fcrme, H\u00e4user und Pforten, Brunnen, Befestigungsanlagen, (Zug-)Br\u00fccken und einen Graben sowie eine Umfassungsmauer. Ebenso wird die Burgfreiheit beschrieben. Im weiteren Verlauf des 14.\u00a0Jahrhunderts fanden einige weitere Besitzwechsel und Verpf\u00e4ndungen der Burg statt, bis sie schlie\u00dflich durch R\u00fcckkauf ab 1360 bis 1806 ununterbrochen in nassauischem Besitz blieb.<\/p>\n<p>Im Jahr 1384 hatte K\u00f6nig Wenzel den Grafen von Nassau die Einrichtung eines Femgerichts (\u201eFreistuhl\u201c) auf der Ginsburg erlaubt. 1389 erneuerte er diese Erlaubnis und legte den Umfang der nassauischen Freigrafschaft auf das Gebiet zwischen den Grenzen der Herrschaft Bilstein und der Grafschaft Sayn fest. Als erster urkundlich erw\u00e4hnter Freigraf des Freigerichts auf der Ginsburg gilt ein Wynekin von Hilchenbach, dessen Amt f\u00fcr die Zeit von 1398 bis 1416 belegt ist. Der Oberfreistuhl Arnsberg widerrief die Erlaubnis f\u00fcr das Femgericht per Beschluss im Jahr 1424, da die Gerichtsbarkeit auf der Burg nicht (mehr) zu dem \u201eRote Erde\u201c genannten Gebiet Westfalens gez\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>F\u00fcr das gesamte 15.\u00a0Jahrhundert berichten Schriftquellen von baulichen Aktivit\u00e4ten, so f\u00fcr die Jahre 1463, 1469, 1488 und 1496. Auch 1490 fanden auf der Ginsburg Bauarbeiten statt, denn in jenem Jahr wurde die damalige Burgkapelle erneuert und anschlie\u00dfend vom Mainzer Weihbischof geweiht. Aber schon 1468\/1469 wurde ein Pastor Hermann urkundlich genannt, was darauf schlie\u00dfen l\u00e4sst, dass es bereits zu jener Zeit eine Kapelle in der Burg gab.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-453\" src=\"https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/330px-Gouda-Sint-Janskerk-Glas25-Prinz-von-Oranien-Detail-300x259.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"259\" srcset=\"https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/330px-Gouda-Sint-Janskerk-Glas25-Prinz-von-Oranien-Detail-300x259.jpg 300w, https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/330px-Gouda-Sint-Janskerk-Glas25-Prinz-von-Oranien-Detail.jpg 330w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\n<em>Portr\u00e4t Wilhelms\u00a0I. von Oranien-Nassau auf dem Glasfenster Die Befreiung von Leiden in der Sint Janskerk im niederl\u00e4ndischen Gouda<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-449\" src=\"https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/330px-SI_Ginsburg_Turm_Wilhelm_Text-300x170.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/330px-SI_Ginsburg_Turm_Wilhelm_Text-300x170.jpg 300w, https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/330px-SI_Ginsburg_Turm_Wilhelm_Text.jpg 330w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\n<em>Auszug aus einem historischen Bericht \u00fcber den Niederlande-Feldzug Wilhelms I. im Jahr 1568<\/em><\/p>\n<p><strong>Bedeutung im 16. Jahrhundert<br \/>\n<\/strong>Die Ginsburg besitzt aus historischer Sicht eine besondere Bedeutung: Im April des Jahres 1568 traf sich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_I._(Oranien)\">Wilhelm I. von Oranien-Nassau<\/a> (genannt \u201eder Schweiger\u201c) auf der Ginsburg mit seinen Beamten, Offizieren und niederl\u00e4ndischen Getreuen, um mit ihnen \u00fcber einen m\u00f6glichen Feldzug gegen Spanien zu beraten. 1572 sammelte er auf der Ginsberger Heide die Truppen seines Heeres, um von dort aus nach Friesland aufzubrechen und die Spanischen Niederlande zu befreien, woraus im Zuge des Achtzigj\u00e4hrigen Kriegs 1579 die Utrechter Union hervorging.<\/p>\n<p>Aus dem Jahr 1580 stammt die \u00e4lteste \u00fcberlieferte bildliche Darstellung der Ginsburg: Sie ist auf einem Wegeplan des Geod\u00e4ten Markgraff aus Frankenberg abgebildet, der die Strecke von Kirchhundem bis Ginsberg beschreibt.<\/p>\n<p><strong>Neuzeitliche Erweiterungen und Verfall<br \/>\n<\/strong>Von der Mitte des 16.\u00a0Jahrhunderts bis ins fr\u00fche 17.\u00a0Jahrhundert erfolgten in mehreren Abschnitten Erweiterungsarbeiten an den Bauten der Ginsburg; die ersten davon im Jahr 1523 F\u00fcr das Jahr 1588, in dem die Burg in Verteidigungszustand gesetzt wurde, weil Einf\u00e4lle spanischer Truppen in nassauische Gebiete bef\u00fcrchtet wurden, sind Ausbesserungen an den W\u00e4llen dokumentiert, denen 1592\/1593 Bauarbeiten am Wohngeb\u00e4ude und Hauptturm folgten. 1603 wurde die Zugbr\u00fccke der Ginsburg erneuert.<\/p>\n<p>Nach dem Tod <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johann_VII._(Nassau-Siegen)\">Johanns\u00a0VII. von Nassau-Siegen<\/a> im Jahr 1623 kam die Ginsburg als Erbe an <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_(Nassau-Hilchenbach)\">Wilhelm von Nassau-Hilchenbach<\/a>, der sie zu seiner Residenz ausbauen wollte. Dies scheiterte jedoch an den gesch\u00e4tzten Kosten von rund 4000\u00a0Gulden. Stattdessen erwarb Graf Wilhelm den in Hilchenbach gelegenen Burgsitz der Familie Wischel von Langenau, der sp\u00e4ter nach ihm <em>Wilhelmsburg<\/em> genannt wurde. 1683 lie\u00df Graf <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Moritz_(Nassau-Siegen)\">Wilhelm Moritz von Nassau-Siegen<\/a> letzte Instandsetzungsarbeiten an der Ginsburg vornehmen, um ihrem weiteren Verfall entgegenzuwirken. Diese mussten aber eingestellt werden, nachdem der katholische Familienzweig dagegen protestiert hatte.<\/p>\n<p>Die Burganlage verlor etwa ab dem Ende des 17.\u00a0Jahrhunderts ihre milit\u00e4rische Bedeutung, verfiel und geriet weitgehend in Vergessenheit. Dem 1740 in Grund geborenen Schriftsteller und Wissenschaftler <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johann_Heinrich_Jung-Stilling\">Johann Heinrich Jung-Stilling<\/a> war die Ginsburg bereits in der Mitte des 18.\u00a0Jahrhunderts nur noch als Ruine bekannt.<\/p>\n<p>Die preu\u00dfische Forstverwaltung, im 19. Jahrhundert Eigent\u00fcmerin des Grundst\u00fccks, lie\u00df die durch Steinraub dezimierten Reste der Burgmauern und -gew\u00f6lbe in den 1880er-Jahren zusch\u00fctten und das Burgareal durch den Hilchenbacher Versch\u00f6nerungsverein einebnen. Trotzdem blieb der Grundriss der Burganlage erkennbar, und der Provinzialbaurat Hartmann aus M\u00fcnster lie\u00df diesen im Jahr 1883 vermessen. Erste Ausgrabungen fanden 1887 statt, denen weitere Grabungen im Jahr 1910 folgten, doch rasch wieder aufgegeben wurden. Im Jahr 1931 lie\u00df der Siegerl\u00e4nder Heimatverein den Schlossberg planm\u00e4\u00dfig untersuchen und eine weitere Grabungskampagne durchf\u00fchren, bei welcher der Oberstudienrat Hermann B\u00f6ttger allerdings nur grob den Grundriss der Anlage feststellen konnte. Anl\u00e4sslich des 400. Geburtstages Wilhelms\u00a0I. lie\u00df der Siegerl\u00e4nder Heimatverein zwei Jahre sp\u00e4ter im Herbst 1933 eine eiserne Gedenktafel auf der Ginsburg aufstellen. Ab 1961 fanden systematische Ausgrabungen statt, die von dem 1960 gegr\u00fcndeten Verein zur Erhaltung der Ginsburg e. V. initiiert wurden.<\/p>\n<p><strong>Reste der Burganlage, Ausgrabungsfunde<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-447\" src=\"https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/525px-Ginsburg_Grundriss_V2.svg_-300x234.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/525px-Ginsburg_Grundriss_V2.svg_-300x234.png 300w, https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/525px-Ginsburg_Grundriss_V2.svg_-350x273.png 350w, https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/525px-Ginsburg_Grundriss_V2.svg_.png 525w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\n<em>Lageplan der auf das 13.\u00a0Jh. zur\u00fcckgehenden Ruinen; Ergebnis der Ausgrabungen in den 1960er Jahren (Stand von 1984)<\/em><\/p>\n<p><strong>Bauten<br \/>\n<\/strong>Die Burganlage ist in S\u00fcdwest-Nordost-Richtung ausgerichtet und orientiert sich in ihrer Form an der Topographie des Gel\u00e4ndes. Die etwa 80\u00d750 Meter messende Kernburg ist rundherum von einem in der Gegenwart durchg\u00e4ngig begr\u00fcnten Sohlgraben mit beidseitig steiler B\u00f6schung umgeben, der zwischen sieben bis zehn Meter breit und bis zu neun Metern tief ist. S\u00fcdwestlich davon befindet sich die Vorburg mit einem in den 1980er Jahren wiedererrichteten, rechteckigen Geb\u00e4ude aus Bruchstein, das die Burgsch\u00e4nke beherbergt. Au\u00dferdem steht dort ein wiedererrichtetes Fachwerkhaus von historischem Wert. Es handelt sich um ein ehemaliges Hammer-Gewerkenhaus, das von Buschgotthardsh\u00fctten, Ortsteil von Weidenau, dorthin versetzt wurde und eine Jugendbegegnungsst\u00e4tte beherbergt. Eine neu erbaute Holzbr\u00fccke, die eine an dieser Stelle vermutete Zugbr\u00fccke ersetzt, f\u00fchrt vom Vorburgareal zum einzigen Eingang an der Westseite der Kernburg.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-440\" src=\"https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/255px-SI_Ginsburg_Mauern_Langhaus_Palas_NO-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/255px-SI_Ginsburg_Mauern_Langhaus_Palas_NO-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.ginsburg.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/255px-SI_Ginsburg_Mauern_Langhaus_Palas_NO.jpg 255w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><br \/>\n<em>Nachbildungen von Langhaus und Burghaus, Ansicht von Nordosten<\/em><\/p>\n<p>Der Grundriss der \u00e4u\u00dferen Ringmauer hat eine asymmetrische, etwa f\u00fcnfeckige Form mit einer starken, etwa einen Viertelkreis beschreibenden Rundung im Nordosten. Innerhalb dieser Mauer befinden sich die rekonstruierten Grundmauern eines turmartigen Geb\u00e4udes und eines als <em>Langhaus<\/em> bezeichneten Wohnbaus, an dessen s\u00fcdlicher L\u00e4ngswand die Reste eines Brunnens zu finden sind. Im S\u00fcden und Osten wird der Burghof durch eine nach Nordosten halboffene innere Ringmauer begrenzt, die im S\u00fcden gemeinsam mit der \u00e4u\u00dferen Ringmauer eine Zwingeranlage bildet. Im Osten des Burghofs liegen die Fundamente eines aus dem 11.\/12.\u00a0Jahrhundert stammenden Wohnturms, auf denen ein 16,5\u00a0Meter hoher, dreigeschossiger Aussichtsturm steht. Der gelb verputzte runde Turm besitzt bei einem Umfang von etwa 35 Metern einen Durchmesser von 11,20 Meter. Seine lichte Weite betr\u00e4gt 2,70 Meter. Vermutlich war er fr\u00fcher einmal etwa 30 Meter hoch.<\/p>\n<p>Die auch als <em>Burghaus<\/em> bezeichneten Reste des turmartigen Geb\u00e4udes liegen in der westlichen Ecke des Burghofs. An seinen Mauern mit nahezu quadratischem Grundriss schlie\u00dft sich im Westen ein kleiner rechtwinkeliger Hof an. Dessen nordwestliche und s\u00fcdwestliche Seite werden durch die \u00e4u\u00dfere Ringmauer begrenzt und wurden von einem ebenfalls rechtwinkelig angelegten Wehrgang gesch\u00fctzt. Von dort f\u00fchrt eine Treppe zu einem Brunnenhaus, dessen Nordwest-Ecke von einem dreiviertelrunden Flankierungsturm eingenommen wird. Im Inneren des Brunnenhauses befindet sich ein bis in 16,5\u00a0Meter Tiefe ausgegrabener Brunnenschacht (Stand von 1981).<\/p>\n<p><strong>Bodenfunde<br \/>\n<\/strong>Neben den Ruinen der Geb\u00e4ude erbrachten die in den 1960er Jahren durchgef\u00fchrten Grabungsarbeiten etliche Bodenfunde von Gebrauchsgegenst\u00e4nden. Darunter befinden sich hoch- und sp\u00e4tmittelalterliche, bemalte Bruchst\u00fccke aus Ton von Ofenkacheln, T\u00f6pfen und von einem Wappen; des Weiteren Fragmente von zwei wahrscheinlich fr\u00fchneuzeitlichen, mit Brustmedaillon verzierten Siegburger Trichterbechern, Waffen- und Werkzeugreste, der Zugbr\u00fccke zugerechnete Beschl\u00e4ge, eine gro\u00dfe Anzahl von Armbrustbolzen und Pfeilspitzen sowie mehrere M\u00fcnzen. Eine dieser M\u00fcnzen ist aus Sterlingsilber gefertigt und wurde 1965 gefunden. Sie wird auf das sp\u00e4te 13. Jahrhundert datiert und stammt aus der Siegener M\u00fcnzst\u00e4tte des K\u00f6lner Erzbischofs Siegfried von Westerburg. Die Menge der Bodenfunde belief sich auf insgesamt mehr als 400 kg Material aus Eisen, Ton und Glas. Ein Teil davon ist in einer Vitrine im Hauptturm zu sehen.<\/p>\n<p><em>Quelle: Wikipedia<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ursprung des GINsburg GIN Die Errichtung der H\u00f6henburg wird dem Grafen Heinrich\u00a0II. von Nassau zugeschrieben. Vermutlich veranlasste er jedoch lediglich den weiteren Ausbau einer bereits vorhandenen Burganlage. Die Arbeiten dazu werden auf die Jahre zwischen 1220 und 1240 gesch\u00e4tzt \u2013\u00a0auf die Zeit der Dernbacher Fehde. 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