{"id":214,"date":"2020-11-22T17:33:53","date_gmt":"2020-11-22T17:33:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dieginsburg.de\/?page_id=214"},"modified":"2021-02-14T11:41:49","modified_gmt":"2021-02-14T11:41:49","slug":"hans-huebner","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ginsburg.info\/?page_id=214","title":{"rendered":"Hans H\u00fcbner"},"content":{"rendered":"<p>Neben den historisch belegten Informationen ranken sich um die Ginsburg zahlreiche weitere Geschichten, die nicht verb\u00fcrgt sind. Die bekannteste, \u00fcber Generationen \u00fcberlieferte Erz\u00e4hlung ist die von dem Raubritter Johann, genannt Hans H\u00fcbner. Die Sage hat nicht zuletzt Hilchenbachs ber\u00fchmte Pers\u00f6nlichkeit Jung-Stilling schon in seinem 1777 erschienenen Buch &#8222;Stillings-Jugend&#8220; erw\u00e4hnt. Manche behaupten, den Raubritter Johann H\u00fcbner auch heute noch ab und an auf dem Burggel\u00e4nde zu sehen. Ob dies ein Geist ist oder nur ein Schauspieler bleibt der Phantasie jedes einzelnen \u00fcberlassen. Die Hilchenbacher Schlossberg-Raubritter pr\u00e4sentieren jedenfalls Geschichten rund um die Sagengestalt &#8222;Hans H\u00fcbner&#8220; bei verschiedenen Veranstaltungen und besonders gerne auch am Originalschauplatz, der Ginsburg.<\/p>\n<p><em>Lesen Sie zur Sage folgende Ballade:<\/em><\/p>\n<p>Der Johann H\u00fcbner war bekannt<br \/>\nals Raubritter im ganzen Land,<br \/>\nhat jeder vor gezittert.<\/p>\n<p>Er sah auch schon zum F\u00fcrchten aus:<br \/>\nmit schwarzem Bart, sein Haar so kraus<br \/>\nund seine Haut verwittert.<\/p>\n<p>Ein Auge nur noch hatte er;<br \/>\nmit dem da blickte er umher<br \/>\naus seinem R\u00e4uberneste.<\/p>\n<p>Das war die Ginsburg, \u00fcberall<br \/>\ngezeichnet schon von dem Verfall,<br \/>\ndie einst so stolze Feste.<\/p>\n<p>Und sah er einen Kaufmannszug,<br \/>\nden \u00fcberfiel er wie ein Spuk<br \/>\nmit seinen Spie\u00dfgesellen.<\/p>\n<p>Den Bauern raubte er das Vieh;<br \/>\ndoch wie man auch um Hilfe schrie,<br \/>\nkam niemand, ihn zu stellen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich nahm sich F\u00fcrst Christian<br \/>\nvon Dillenburg der Sache an<br \/>\nund schickte einen Sp\u00e4her;<\/p>\n<p>der hie\u00df Hanns Flick und war gescheit,<br \/>\nforschte im Lande weit und breit<br \/>\nund kam dem H\u00fcbner n\u00e4her.<\/p>\n<p>Da lie\u00df der R\u00e4uber seinem Pferd<br \/>\ndie Hufeisen grad umgekehrt<br \/>\nvon einem Schmied anschlagen.<\/p>\n<p>Was hinten war, wies nun nach vorn;<br \/>\nder Hanns, er irrte wie verlorn<br \/>\nund wollte fast verzagen.<\/p>\n<p>Er hat ihn doch noch aufgesp\u00fcrt,<br \/>\nden F\u00fcrsten eiligst hergef\u00fchrt<br \/>\nmit kampferprobten Reitern.<\/p>\n<p>Und in der Nacht beim Mondenschein,<br \/>\nda kreisten sie den H\u00fcbner ein<br \/>\nsamt all seinen Begleitern.<\/p>\n<p>Schon t\u00f6nte Kampfl\u00e4rm durch den Wald.<br \/>\nDer F\u00fcrst, er fand den H\u00fcbner bald;<br \/>\nder wollt\u2019 sich nicht ergeben.<\/p>\n<p>Er zog sogleich sein scharfes Schwert<br \/>\nund hat verbissen sich gewehrt;<br \/>\nes ging ja um sein Leben.<\/p>\n<p>Endlich traf ihn der F\u00fcrst aufs Haupt;<br \/>\nda hat der H\u00fcbner ausgeraubt,<br \/>\nkam gleich unter die Erde.<\/p>\n<p>Jedoch: Noch heute reitet er<br \/>\nbeim Mondschein um die Ginsburg her,<br \/>\nauf seinem schwarzen Pferde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neben den historisch belegten Informationen ranken sich um die Ginsburg zahlreiche weitere Geschichten, die nicht verb\u00fcrgt sind. Die bekannteste, \u00fcber Generationen \u00fcberlieferte Erz\u00e4hlung ist die von dem Raubritter Johann, genannt Hans H\u00fcbner. Die Sage hat nicht zuletzt Hilchenbachs ber\u00fchmte Pers\u00f6nlichkeit Jung-Stilling schon in seinem 1777 erschienenen Buch &#8222;Stillings-Jugend&#8220; erw\u00e4hnt. 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